Die Achtsamkeit des Kinderwagenschiebens

Achtsamkeit KinderwagenschiebenDie Achtsamkeit des Kinderwagenschiebens

Die „Achtsamkeit des Kinderwagenschiebens“ hört sich schrecklich esoterisch an. Macht nichts! Es könnte genauso gut auch die „Achtsamkeit des Autofahrens“, die „Achtsamkeit des Schokoladenkuchenbackens“, die „Achtsamkeit des Toilettenganges“, die „Achtsamkeit des Einkaufens“ heißen.

Achtsamkeit ist zu einem inflationären…

…. Modewort geworden, was so ungefähr alle Problem lösen kann, lösen soll. Tut es ja auch! (Jedenfalls die Allermeisten.) Denn die allermeisten Probleme entstehen im Geist. Und genau dort liegt glücklicherweise auch die Lösung. Mit Achtsamkeit holst du dich ins Hier und Jetzt zurück und das Hier und Jetzt ist in den allermeisten Fällen nicht so schrecklich, wie es durch den Geist und seine vielfachen Gedanken gemacht wird.

Achtsamkeit ZufriedenheitHätte, wäre, könnte, sollte, was wäre wenn…Hätte ich doch ein neues Auto, ein anderes Auto, ein Kind, zwei Kinder, drei Kinder, keine Kinder, einen Hund, eine Katze, keine Katze, einen dicken Busen, keinen dicken Busen, einen dickeren Po, keinen dicken Po, einen größeren Penis, mehr Haare auf dem Kopf, mehr Haare im Gesicht, weniger Haare auf den Zähnen, mehr Geld auf dem Konto, weniger Speck auf den Rippen, eine Arbeit, keine Arbeit, ein Haus, eine Wohnung, ein neues Handy, endlich mal meine Ruhe… 😉

Immer scheint etwas im Außen zu fehlen, was einen im Inneren glücklich machen soll, was die Leere füllt. Alles Bullshit. Es gibt nichts im Außen, was einen im Inneren glücklich machen kann.

Achtsamkeit entspannt, weil es diese „Gier nach Glück durch weit entfernte (im Moment vielleicht auch unerreichbare) Objekte“ unterbricht und einen in das Jetzt zurückholt.

Anders gesagt: Achtsamkeitsbasiertes Kinderwagenschieben katapultiert dich in den wunderbaren Augenblick, den du gerade JETZT mit deinen Kindern verbringen (solltest). Das JETZT ist die einzige Zeit, die du wirklich hast. Gestern ist Vergangenheit, morgen bist du vielleicht schon tot. Im JETZT weilend, buddeln, baggern, rutschen und schaukeln mit höchstem Genuss, weil sich um dich plötzlich ein unfassbar großer Raum von AUGENBLICK und ZEIT öffnet, in dem alles möglich scheint. Staunend stellst du fest, dass du fast in die Unendlichkeit blicken kannst, wenn du im JETZT bist. Wie damals, als du ein Kind warst, erinnerst du dich?

Du kannst  Luftholen, die Schultern entspannen und dich plötzlich wieder ganz unbeschwert fühlen, denn die Erkenntnis, dass es NICHTS IM AUSSEN GIBT, DASS DICH GLÜCKLICH MACHEN KANN, entspannt dich mehr als jeder Rausch, jedes Urlaubsziel, jeden Wunsch, den du dir auch nur ausdenken kannst. Es gibt im JETZT nichts zu tun.

Du denkst, ich spinne? Mitnichten! Das ist kein Hippiegequatsche! Natürlich müssen wir arbeiten und Geld verdienen, Essen kochen und Steuern zahlen. Aber es kommt auf das WIE an. Wir hetzen durch unsere Tage, durch unser Leben, stänkern die Gegend mit unseren Autos voll, mit denen wir die verhassten Kollegen beeindrucken wollen und fahren abends gestresst in unsere teuren Wohnungen zurück, für die wir uns zu Tode schuften, während wir sie 90 % der Zeit sowieso nicht nutzen können, weil wir so viel für die Miete arbeiten müssen.

Ein Teufelskreis, aus dem wir uns verzweifelt durch das erhoffte „Glück von Außen“ zu befreien suchen.Achtsamkeit Zufriedenheit

Klar, leckeres Eisessen ist wunderbar, Schuhe kaufen auch, überhaupt, spricht rein gar nichts gegen den Genuss, gegen den uns umgebenden Luxus. Aber ohne Achtsamkeit für den Moment können wir den dicksten Brilli nicht genießen, weil unsere Gedanken schon wieder ganz woanders sind.

Achtsamkeit reduziert nicht nur Stress, spart Geld, sondern lässt uns auch das, was wir haben, mehr wertschätzen. Beobachte nur mal ein paar Augenblicken deinen Geist. Gedanken sind wie Affen, die von Baum zu Baum hüpfen. Unser Geist gleicht unserem Verhalten im Internet. Indem wir uns von Seite zu Seite, Eindruck zu Eindruck, Bild zu Bild klicken, hoffen wir auf Befriedigung, doch am Ende fühlen wir uns nur seltsam hohl und erschöpft.

Hüpfende Affen, durchklickte Seiten, eine nie enden wollende Gedankenkette, ohne Anfang und Ende…Durch die Methode der Achtsamkeit reduzierst du Stress, kommst in das JETZT zurück, sparst Geld, genießt deine begrenzte Zeit und ängst wieder an, dich zu spüren.

Also: Mädels: Schiebt den Kinderwagen achtsam, Boys: Fahrt den Einkaufswagen achtsam (und umgekehrt). Verwendet eure Körper, Euer wundervolles Fahrzeug nicht als Rammbock, um durch die Welt zu pflügen, sondern seid ganz bei euch, bleibt cool und staunt, wie wunderbar intensiv unser Leben und unsere Sinne sind, wie herrlich und schützenswert unsere Natur und wie lehrreich und spannend dieser Blogbeitrag ist 😉

AchtsamkeitWenn Isabel Lenuck nicht gerade im JETZT entspannt, schiebt sie natürlich achtsam den Kinderwagen ihrer vier Kinder oder schreibt hinreißende Abenteuergeschichten für Unternehmen.

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