Trainiere deinen Mut

Bullriding: sei mutigMut kommt aus uns selbst. Ein Plädoyer für mehr Mut! Denn, was soll schon passieren? Was ist das schlimmste, was passieren kann, jetzt mal ehrlich? Meist quält uns doch nur unser eigenes Mindfuck. Warum leiden wir unnötig, obwohl es sich doch so oft als unnötig herausstellt? Warum sorgen wir uns um Dinge, die wir nicht (mehr?) beeinflussen können?

Richten wir den Blick nach vorne. Atmen wir tief durch, blicken wir auf unsere eigenen Schuhe. Stehen fest auf beiden Beinen. Strecken wir unsere Arme weit in den Himmel. Zeigen wir unseren Körper und sagen wir unserem Geist, wie wir uns fühlen wollen, wer wir sind! Sprechen oder denken wir unser Mantra, wann immer es uns passend erscheint. Bei mir ist eines davon:

Ich lebe in Wohlstand und Sicherheit, es geht mir gut. Ich habe alles, was ich brauche.

Ein fester Stand schafft Mut. Wir Menschen wachsen mit den Herausforderungen. Wir können viel mehr , als wir aktuell leisten müssen. Unsere Stärke und unser Mut wächst kontinuierlich mit unserer Kraft. Das ist der Grund, warum manche Menschen unglaubliches leisten und weit über die Grenzen, die andere sehen, hinaus leben.  Wenn dir jemand sagt: „Das schaffst du nicht!“, denk‘ immer daran:

Es sind ihre Grenzen, nicht deine.

Ob du Ziele hast, die dir wirklich wichtig sind, oder ob es bei dir um das bloße Überleben geht: such‘ dir Menschen, die dir Mut machen, die dein Potential erkennen und dir Zuversicht vermitteln können. Orientiere dich an den starken Menschen in deinem Umfeld oder ergänze dein Netzwerk um eben solche. Im Idealfall lernst du diese Menschen vor einer Krise kennen, kannst in „Friedenszeiten“ von ihnen lernen und dich inspirieren lassen. Lass‘ dich nicht von den Schwachen und Ängstlichen zurückhalten, wenn dein Bauchgefühl dich antreibt. Wenn du auf sie hörst, landest du genau dort, wo sie sind. Denn es sind ihre Grenzen, nicht deine!

Ich werde oft als mutiger Mensch bezeichnet und ich kann euch sagen: Mut ist kein permanentes Gefühl. Es ist nicht mal etwas besonderes. Es ist einfach da, wenn es mal darauf ankommt, an den Weggabelungen, in den Sekunden, in denen du aus dem Bauch heraus handelst, deiner Intuition folgst. Mut ist nichts, wofür man sich bewusst entscheidet. Es wird nur als solches erkannt von jenen Menschen, die ihre eigenen Grenzen viel zu dicht gesetzt haben. Mut ist es nur von der anderen Seite des Zaunes. Mut bedeutet, authentisch zu sein.

Je nachdem, wie mutig ein Mensch ist, expandiert oder schrumpft sein Leben.
(Anais Nin)

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.

„Mut kann man lernen“, sagt Diplom-Psychologin Anne Frey. Dazu brauche es vor allem Fehlerfreundlichkeit, so Frey. Wenn man sich zum Beispiel nicht traut, ein Referat zu halten, dann spricht man vielleicht noch nicht laut genug, hält nicht richtig den Blickkontakt oder verhaspelt sich. Doch das dürfe man dann nicht überbewerten. „Wenn man mutig ist, dann geht man neue Wege, dann traut man sich was – und da darf man auch Fehler machen.

Fehlerfreundlichkeit sei wichtig, weil der Anspruch auf Perfektionismus oft verhindere, dass man mutig seine Meinung vertritt. Mutige achten auf ihre Gefühle und hören auf den Bauch, sagt die Psychologin. Sie sprechen es klar aus, wenn sie sich mit einer bestimmten Situation oder einem Verhalten unwohl fühlen. „Man kann das gut vor dem Spiegel üben: Ein beherzter Ausfallschritt nach vorn – und dann laut Nein rufen – und das täglich.

Mut lässt sich also trainieren.

Wir können unseren Mut in vielen alltäglichen Situationen trainieren. Was mutiges Verhalten für einen selbst bedeutet, hängt von der eigenen Entwicklung ab. Lass dir nicht von anderen eine Definition dafür geben, was mutig und was nicht mutig ist. Bilde dir deine eigene Definition. Wenn du mutig gehandelt hast, dann sei stolz auf dich und würdige deinen Schritt. – Du bist mutig! Was kannst du nun tun, um deinen eigenen Mut zu trainieren? Heike Thormann hat 9 Tipps zusammengestellt für ein mutigeres Leben. Kurz gesagt geht es um folgendes:

  • Persönliche Transformation braucht seine Zeit. Nimm‘ dir fest vor, einmal am Tag mutig zu handeln.
  • Steigere deine Herausforderungen.
  • Verlasse dazu bewusst und regelmäßig deine Komfortzone.

Wie kannst du diese Übung konkret durchführen (Beispiele):

  • rede ein bisschen lauter als normal
  • beanspruche ein wenig mehr Platz für dich als sonst
  • setze dich bei einer Veranstaltung eine Reihe weiter nach vorne oder auf den besten Platz im Raum
  • mache einer unbekannten Person ein Kompliment
  • singe und tanze, wenn dir danach ist
  • helfe draußen fremden Menschen, wenn es sich stimmig anfühlt
  • beende nervige Gespräche freundlich aber konsequent
  • sage Nein, wenn dir danach ist, und bleibe dabei
  • sage einer vertrauten Person, was du an ihr liebst
  • geh barfuß, wann immer dir danach ist
  • fotografiere oder filme dich, oder nimm‘ deine Stimme auf und zeige es anderen

KonsumDurch diese Art von (meist positiv verlaufenden) Referenz-Erlebnissen und dein stetig wachsendes Selbstbewusstsein erschaffst du dir die Sicherheit, um die nächst größere Hürde in Angriff zu nehmen.

Mut ist Intuition.

Mut, der nicht der Intuition folgt, ist allerdings gefährlich. Schaltet sich der Verstand ein, dann wird aus Mut ein kalkuliertes Risiko. Mut hat viel zu tun mit Verantwortung, du übernimmst Verantwortung für dein tun und du bist bereit, die Folgen zu tragen. Wenn es sich richtig anfühlt, kann es nicht verkehrt sein. Nun ist es aber leider so, dass viele Menschen verlernt haben, auf ihre Intuition zu vertrauen. Die ihr Bauchgefühl nicht mehr erkennen der ihm nicht trauen. Jenen kann ich heute, in aller Kürze, nur dazu raten, entsprechende Übungen oder Praktiken anzueignen, die einen wieder zur eigenen Energie und zum eigenen Spüren zurückführen. Das kann zum Beispiel, je nach Vorliebe sein:

  • Meditation
  • Yoga
  • Atemtherapie
  • ein Reiki-Kurs

Schließe ich diesen Beitrag mit Worten von Walt Disney:

Alle Träume können wahr werden, wenn wir nur den Mut haben, ihnen zu folgen.

 

Wer mehr lesen will: 

Zitate zum Thema Mut (Quelle leider unbekannt):

  • Angst beginnt im Kopf. Mut ebenso.
  • Es ist mal wieder Zeit für einen Mutausbruch.
  • Wenn der Mut dich mal verlässt, gehste halt alleine weiter! 😉

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