Vier Wochen positiv – der 9 Punkte-Plan

Kraft gewinnen durch VerzichtWie auch in den letzten beiden Jahren starte ich heute wieder meine „4-Wochen-positiv-Challenge“ und ich freue mich über EUCH als Mitstreiter! Damals angeregt durch ein Buch von Joe Vitale und die COMPLAIN FREE WORLD Kampagne von Will Bowen werde ich auch in diesem Jahr 4 Wochen lang nicht meckern. Das klingt leichter als es ist, schrieb ich noch 2014. Trotzdem nehme ich mir erneut fest vor:

Ich beklage mich nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Chats. Nicht per Mail. Kein Wehklagen über „Rücken“, kein Genöle über neue Features, Beziehungen oder andere Autofahrer. Kein ungefragtes Belehren anderer Onlinenutzer. Weil mich das tägliche Gemecker anderer so nervt und ich weiß, dass ich bei mir anfangen kann. Und werde.

Bereits kurz nach meiner Verkündung habe ich mich wohler gefühlt.

Weil ich mich nicht mehr beklagen muss. Weil es nix bringt – außer schlechte Laune für mich. Dennoch ist es ungewohnt und durch die Veröffentlichung sehen mir nun eine Menge Leute zu – ich will es also gut machen! 😉 Wenn ich es einen Monat online schaffe, schaffe ich es auch offline.

Mein Denken wird sich verändern, so viel ist mir bewusst. Negative Gedanken sind selten hilfreich und selten führen sie dazu, dass wir aktiv etwas verändern. Den Grund für unsere Unzufriedenheit suchen und uns damit beschäftigen, wie wir ablassen können von dem ewigen Gemeckere. Jeder Mensch beschwert sich, der eine mehr, der andere weniger. Manche beschweren sich über ihre Partner, einige sogar vor Dritten. Und es fühlt sich nicht gut an – nicht richtig. 

Interessanterweise verändert die eigene Haltung auch das Umfeld, wer weniger meckert, wird positiver wahrgenommen und erfährt mehr Wertschätzung. Und mehr möchte das nicht? Steigern lässt sich das noch, indem man bewusst die positiven Dinge wahrnimmt und würdigt – wie auch immer. Das kann ein ehrliches Kompliment sein, ein freundliches Wort oder ein aufrichtiger Dank.

Nicht meckern, wie geht das?

9 Tipps habe ich in diesem Blogbeitrag veröffentlicht.

  1. Ändere deine Sichtweise. Fast jede Situation lässt sich, von einem anderen Standpunkt aus gesehen, auch positiv bewerten und nur wenige sollten das Potential haben, unsere Laune zu vermiesen. Wir haben die Macht,  unsere Gedanken zu führen, wir sollten sie auch nutzen!
  2. Hör‘ auf, andere zu verurteilen. “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)
  3. Übernimm‘ Verantwortung. Menschen, die sich viel beklagen, begeben sich dabei oft in die Opferrolle. Dabei könnten sie ihre Position verändern.
  4. Sei gut zu dir selbst. Du bist dein bester Freund.
  5. Auch andere können nicht hellsehen: Sag‘ ihnen,was du brauchst und dir wünscht.
  6. Fertige eine Liste über alle Dinge an, für die du dankbar bist.
  7. Yoga oder positive Mantras können helfen, um deinen Körper und Geist zu kontrollieren. Übe dich in Achtsamkeit, lerne Loslassen. Ich persönlich empfehle dafür Ho’oponopono, das hawaianische Vergebungsritual aus der Huna Lehre als sehr einfache und praktikable Lösung.
  8. Finde heraus, was dich glücklich macht. Wo willst du hin (und nicht: „wovon willst du weg“)?
  9. Frage dich jedesmal, wenn du ansetzt, dich zu beklagen: Willst du dich lieber beschweren oder glücklich sein?

Wohlgemerkt geht es geht nicht darum, völlig kritiklos durch die Gegend zu kommunizieren. Aber es gibt ja einen großen Unterschied zwischen sachlicher Kritik und zwecklosen Genöle. So bei mir beobachtet. Außerdem versäumt man oft, den Dingen ihre positiven Aspekte zuzugestehen. Ich werde mich bei Bedarf auch in diesen Wochen immer wieder mal kritisch äußern und nötigenfalls auch Dinge richtigstellen, sofern ich mich verantwortlich fühle. Vielleicht bin ich mal melancholisch oder ich äußere Trauer. Das ist aber nicht das, was ich ändern oder unterbinden will. 😉

Es ist tiefer Ausdruck meiner selbst und GUT so. 

Wovon ich mich entlasten und befreien will, ist eine gelegentlich negative Grundhaltung, unnötiges Misstrauen und Bewerten. Ich bin recht gut im schriftlichen Wortgefecht, je emotionaler die Diskussion – umso besser für mich. Ich erkenne sofort die Schwächen in der Verteidigung und Argumentation und ich bemerke wunde Punkte bei meinem Gesprächspartner.

Aber bitte wem will ich was beweisen? 

Ich will, wie jeder Mensch, lieber nett und freundlich ein und gemocht werden. Diese vier Wochen werden mich nicht zu einem besseren Menschen werden lassen, aber ich bemerke, wie meine Achtsamkeit jeden Tag wächst und ich mich an jedem Tag wohler fühle – und das sicher auch ausstrahle.

Verzeichnest du einen Rückfall in dieser Zeit: macht nix. Verschaffe dir Luft – wenn es nicht anders geht. Gönn‘ dir diesen Ausbruch, fühl‘ in dich hinein – und mache dir keine Vorwürfe deswegen. Mach‘  danach einfach weiter. Du wirst sehen, dass es dir damit besser gehen wird. Folgendes habe ich damals in meinem Zwischenbericht verzeichnet:

Ich fühle mich wohler, weil ich mich nicht abmühen muss, meine Sicht der Dinge bis zum äußersten darzulegen. Ich führe durchaus kritische Diskussionen, aber ich bleibe sachlich und freundlich. Ich gehe erst einmal davon aus, dass es niemand böse mit mir meint. Über früher sicherlich bemerkte Spitzen, Ignoranz oder Belehrungen sehe ich großzügig hinweg. Warum sollten sie mich kratzen? Ich bleibe ruhig. Und ich fühle mich entlastet. Diese positive Grundstimmung scheint relativ schnell auch auf mein Offline-Leben überzugreifen und ich erfreue mich an den positiven Resonanzen, die ich genussvoll ernte.

Mein Fazit nach „4 Wochen: positiv“:

  • Das Projekt hat mich sensibilisiert dafür, weniger zu jammern und zu meckern. Das hat sich meistens sehr gut und richtig angefühlt.
  • Mein Umfeld hat es kaum bemerkt, aber ich habe gespürt, dass ich mein Denken zunehmend auf die positiven Dinge lenke.
  • Die totale Abstinenz war schwierig und immer häufiger habe ich mir zum Ende hin eine Pause vomnicht meckern und jammern gegönnt.
  • Die Momente, in denen ich mir die Schwäche zugestanden habe, haben sich gut und richtig angefühlt. Ich konnte sie auch zeitlich begrenzen.

Sich selber die Auflage zu geben, möglichst wenig rumzunölen  und zu klagen ist ein Baustein für ein glücklicheres Leben.

Weil man sich immer wieder selbst fragt: Lohnt sich das jetzt? Hilft es mir oder schadet es? Mache ich mir Freunde oder Feinde? Ist es genussvoll oder nicht? Meistens konnte ich relativ schnell entscheiden und mich für den entspannten Weg entscheiden. Nur in den wenigsten Fällen hat es mir geholfen, meinem Wunsch zu Wehklage und Streiterei (dann meist im engeren, privaten Kreis) nachzugeben. Dann nämlich wenn ich meine Position bestimmen musste, Ärger rauslassen oder auch mal ein wenig Mitleid brauchte.

Die Fälle unterscheiden zu lernen durch den bewussten Verzicht, war mir dabei eine große Hilfe.

Heute möchte ich es euch sehr ans Herz legen, es auch einmal zu probieren. Wer weiß, was in Bewegung kommt? Ich freue mich, wenn  ihr mir und uns berichten würdet, was sich bei euch verändert durch eine aktive Teilnahme.

In diesem Sinne:

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)

Herzlichst, Silke

 

Buchtipps: 

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